Die
sagenumwobene und geschichtsträchtige Wallfahrtskapelle Brudersbrunn wurde 1842 auf dem Frauenberg erbaut.
Den Namen "Brudersbrunn" verdankt der Ort einer Sage, nach der sich an dem Platz, an dem sich jetzt die Kapelle und
ein Brunnen befinden drei Brüder wiedertrafen, die die Kriegswirren
auseinander gerissen hatte und die sich dort überrascht und erleichtert
in die Arme fielen. Aus Dankbarkeit für die Wiedervereinigung
beschlossen sie an eben diesem Ort eine Kapelle zu errichten und die
Quelle in einen Brunnen zu fassen.
Die Entstehung der Wallfahrt war einem Bauern aus Schlag namens Ambros Roth geschuldet, der 1704 "am Fieber" erkrankt war. Er gelobte, falls er auf den Fluten der Ohe, in der er sich aus Verzweiflung ertränken wollte, von seiner Krankheit erretet werde, am Brudersbrunn eine Tafel zu "Ehren der heiligsten Dreifaltigkeit" zu stiften. Ambro Roth wurde gesund und erfüllte sein Versprechen. Die Kunde von diesem Geschehen verbreitete sich rasch und entstand eine nahezu 100 Jahre lange Wallfahrt.
Heute finden jeden Sommer vor der idyllisch mitten im Wald gelegenen Kapelle regelmäßig Marienandachten statt. Der örtliche Ritterwaldverein kümmert sich liebevoll um den Erhalt des ehemaligen Wallfahrtsortes.
Wanderer erreichen die Brudersbrunnkapelle über den Dreifaltigkeitsweg (Sommerwanderweg Nr. 2) ab der Spitalkirche, entlang dem Kreuzweg. Der Rundweg ist ca. 4 km lang.
Alternativ ist die Kapelle auch in wenigen Gehminuten vom P Zum Brudersbrunn (Ortsteil Schlag) zu erreichen.